SPD-Resolution zur Schließung der Geburtsstation an vielen Stellen falsch

Die CDU bedauert, wie bereits am 25. April in einer ersten Stellungnahme mitgeteilt, die Schließung der geburtshilflichen Station im St. Sixtus Hospital zum 30. Juni. Die Resolution der SPD-Fraktion zu diesem Thema konnten wir in der Ratssitzung diese Woche jedoch keinesfalls mittragen, weil sie an zahlreichen Stellen schlichtweg falsch war und nicht der Wahrheit entsprach.

  • Die Entscheidung zur Schließung beruhe laut der SPD auf „rein betriebswirtschaftlichen Zahlen“.
    Richtig ist, dass die Entscheidung aufgrund von fehlendem Personal getroffen werden musste. Vier Ärzte würden benötigt, die aufgrund der Bereitschaftszeit auch noch in Haltern wohnen müssten. Seit einem halben Jahr fand sich trotz größter Mühen des Krankenhauses nicht ein einziger Arzt (sogar unabhängig vom Wohnort).
  • Die SPD schreibt, die Abteilung sei wirtschaftlich betrieben worden.
    Richtig ist, dass bereits seit vielen Jahren rote Zahlen in dem Bereich geschrieben wurden und die Leitung trotzdem so lange es ging, an der Abteilung festhielt.
  • Weiter wird von Seiten der SPD behauptet, es gebe steigende Geburtenzahlen im St. Sixtus Hospital.
    Richtig ist, dass die Zahlen seit Jahren rückläufig sind. Zuletzt von 413 in 2016 auf 366 in 2017. Dabei entbinden nur noch rund die Hälfte der werdenden Mütter aus Haltern am See vor Ort.
  • Ein unterstellter Vertrauensverlust der Mitarbeiter gegenüber der Leitung ist eine weitere Falschinformation der SPD.
    Diese Behauptung steht im Widerspruch zum Votum der Mitarbeitervertretung des St. Sixtus Hospitals, die an der Entscheidung zur Schließung von Anfang an beteiligt war und diese auch mitgetragen hat.


Wir als CDU-Fraktion halten uns bei unseren Entscheidungen an die Fakten und die Wahrheit. Es wäre sinnvoll und wünschenswert gewesen, wenn sich im Nachgang des Gesprächs der Fraktionsvorsitzenden mit der Betriebsleitung des Krankenhauses am 27. April alle Fraktionen im Rat an einen Tisch gesetzt und ein auf Fakten und der tatsächlichen Lage basierendes Papier verfasst hätten. Diese Möglichkeit hat die SPD durch das alleinige und voreilige Vorpreschen nicht zugelassen.


Aus diesem Grund haben die wir als CDU-Fraktion gemeinsam mit der WGH- und FDP-Fraktion eine Erklärung abgegeben, die als Anhang dem Beitrag beigefügt ist.

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